Streusalz
Informationen
Streusalz, umgangssprachlich auch
Tausalz, oder Auftausalz genannt,
besteht aus ca. 95% Kochsalz.
Es wird als Winterstreu zum
auftauen, schmelzen von Eis und
Schnee verwendet.
Das Salz erzeugt seine
Schmelzwirkung durch eine molekulare
Schmelzpunkterniedrigung. Bei den
Lösungen liegt die Temperatur
niedriger als bei Flüssigkeiten.
Wasser und Eis befinden sich in
einem Gleichgewichtszustand, den
Aggregatszuständen fest und flüssig.
Was zur Folge hat, das auch bei
Temperaturen unter dem Nullpunkt
immer etwas Flüssigkeit vorhanden
ist. In diesem Flüssigkeitsfilm aus
Wasser , lösen sich die Ionen des
Salzes. Die entstandene Salzlösung
besitzt einen niedrigeren
Gefrierpunkt, dies verhindert einen
erneuten Zusammenschluss von
Kristallen.
Nachteile
Die hauptsächlichen Nachteile liegen
im Belasten der Umwelt. Durch den
Schmelzprozess gelingt das Salz
zusammen mit dem Schmelzwasser in
Boden und Grundwasser. Es kann zu
Verschlämmungen und Verdichtungen
des Bodens kommen. Besonders
angegriffen werden Baumalleen am
Straßenrand, z.B. Pappeln, Linden,
Ahorn, Kastaninen und Fichten.
Besonders Nachteilig wirkt sich
Streusalz auf Haustiere aus. Es
gelangt über die Pfoten in die
Zehenzwischenräume. Auf Grund der
Hautreizungen versuchen die Tiere
das Salz durch lecken zu entfernen.
Dieser Leckprozess löst oftmals
Entzündungen aus.
Außerdem verursacht das Streusalz
durch die enthaltenen Chloride
Schäden an Straßenbelägen, Stahl und
Fahrzeugen.
Vorteile
Streusalz sorgt für einen schnellen
Schmelzprozess, ist leicht
auszubringen und muss im Gegensatz
zu Streusand, im Anschluss nicht
aufwendig von den Straßen beseitigt
werden.
Das Ausbringen von Streusalz erfolgt
über einen so genannten Streuteller,
welcher einfach an Fahrzeugen
angebaut werden kann.